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Graduiertenkolleg Psychoakustik 

und 

Sonderforschungsbereich Neurokognition

Graduiertenkolleg

Die Arbeitsgruppen Akustik und Medizinische Physik betreiben gemeinsam mit den Fächern Psychologie, Medizin und Informatik das Graduiertenkolleg Psychoakustik, in dem auditorische Verarbeitung, Schallbewertung und Schallwirkung untersucht werden. Das Ziel ist die Modellierung grundlegender Gehöreigenschaften für technische Anwendungen und den klinischen Einsatz.

Die komplexe Funktionsweise des menschlichen Hörsinns ist noch nicht verstanden, obwohl er von großer Bedeutung für viele Bereiche des täglichen Lebens ist, etwa bei der Wahrnehmung und Bewertung von Umweltgeräuschen, beim Verstehen von Sprache, in dem Einfluß von Hörstörungen auf die Kommunikation, in der Auswirkung von Geräuschen auf das Wohlbefinden, bei der Wahrnehmung optischer Sinnesreize sowie für die Mensch-Maschine-Kommunikation (virtual reality).

Die besonders geförderten Doktorandinnen und Doktoranden des Kollegs gewinnen neue Erkenntnisse über grundlegende Gehöreigenschaften, die in die Verbesserung von Lärmschutzrichtlinien, in die Entwicklung gehörbezogener Bewertungsverfahren von Schall, in die Verbesserung der klinisch-audiologischen Diagnostik, in die Konstruktion intelligenter Hörgeräte ("silicon ear") und in die akustische Kommunikation mit dem Computer einfließen.

Seit 8 Jahren arbeitet das Kolleg - es wird noch zwei weitere Jahre gefördert und erreicht dann seinen maximalen Förderzeitraum. Etwa drei Doktorarbeiten werden jährlich abgeschlossen. Die Absolventinnen und Absolventen sind nach ihrer Promotion in der Medizintechnik (Hörgeräte), in der akustischen Meßtechnik und in der wissenschaftlichen Grundlagenforschung tätig geworden und haben zumeist ein attraktives Arbeitsplatzangebot noch während ihrer Ausbildung erhalten.

 
Sonderforschungsbereich

In fachlich ähnliche Richtung zielen die Beteiligungen der Arbeitsgruppen Akustik und Medizinische Physik an dem Sonderforschungsbereich Neurokognition, einer ebenfalls besonders geförderten Forschungseinrichtung. Hier wird zusammen mit der Biologie, Medizin und Psychologie gemeinsam mit der Universität Bremen der Prozeß der Kognition erforscht, d.h. die Frage bearbeitet, wie sich die Sinnesreize aus der Umwelt in die Aktivität der Nerven, insbesondere im Gehirn umsetzen und dort die Außenwelt repräsentieren. Die akustischen Arbeitsgruppen untersuchen die Abbildung der Schallwahrnehmung in der Hirnaktivität und wie sich einfache Merkmale des Hörschalls - etwa die Lautstärke oder der Ort einer Schallquelle - in der räumlich-zeitlichen Nervenaktivität widerspiegeln. Dazu werden akustische Signale Versuchspersonen mit speziellen Kopfhörern vorgespielt und die Hirnaktivität (das EEG) gemessen, indem die äußerst schwachen Nervensignale mit vielen Elektroden am Kopf abgetastet werden. Aus der räumlichen Verteilung der Meßsignale lassen sich mit aufwendigen Computerprogrammen Modelle darüber entwerfen, welche Stationen der Nervenbahnen an der Auswertung bestimmter Merkmale des akustischen Signals beteiligt sind.

 
Kontakt: 
Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier 
Telefon: 0441 - 798 5466
E-mail: birger.kollmeier@uni-oldenburg.de
Prof. Dr. Volker Mellert
Telefon: 0441 - 798 3572 
E-mail: mellert@aku.physik.uni-oldenburg.de
Graduiertenkolleg:
URL:    http://www.physik.uni-oldenburg.de/Docs/aku/gk_angb.html
Sonderforschungsbereich: 
URL:    http://www.physik.uni-oldenburg.de/Docs/sfb/index_e.html

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Änderungen und Korrekturen bitte an:

hans.j.pade@uni-oldenburg.de

[an error occurred while processing this directive] 31. May. 2000