Das Vorhaben EPRINT (Electronic Print Server for Research Information on Natural Science and Technology), das vom Verein Deutsches Forschungsnetz (iDFN) gefördert wird, dient der Erprobung eines allgemeineren Konzepts für wissenschaftliche Dokumente: Ziel ist es, ein Netz von zentralen E-print-Mirrors an das dezentrale Netz von Brokern/Gatherern zu koppeln, die über die lokalen Fachbereichs/Institutsserver suchen, und damit den bei zentralen Serverlösungen riesigen Bedarf an Netzresourcen zu verringern. Zusätzlich sollen möglichst viele Text- und Multimedia-Formate unterstützt werden. Anforderungen für die Verknüpfung von Suchmaschinen bei teilweise inhomogenen Dokumentenstrukturen sollen aufgestellt und an Prototypen getestet werden]. Unter der Federführung von Manfred Bischoff sind das Rechenzentrum der TH Darmstadt sowie die Physik-Fachbereiche der Universitäten Augsburg, Halle und Oldenburg beteiligt.
Mit der Mathematik in Deutschland, hier vertreten durch den Leiter der Arbeitsgruppe Technik, Roland Schwänzl, die ein analoges Informations-System für wissenschaftliche Dokumente installiert, besteht eine enge technische Zusammenarbeit, die die fächerübergreifende Suche sowie gemeinsame Standards sicherstellen soll. Letztere beziehen sich vor allem auf die einheitliche Definition der Metadaten nach dem Dublin-Core-Standard. Zugleich wird an einigen Orten auch technisch "Amtshilfe" geleistet, indem auf dem Rechner des einen Fachgebiets der Gatherer für den Anderen gleich mitinstalliert ist und betreut wird.