Wie funktioniert eine Leuchtstoffröhre?

Leuchtstofflampen gibt es in ganz verschiedenen Ausführungen - als lange Röhren oder als sogenannte Kompakt-Leuchtstofflampen - auch Stromsparlampen genannt.

Eine Leuchtstofflampe funktioniert ganz anders als normale Glühlampen oder Halogenlampen. Sie brauchen zwar auch Elektrizität, um zu leuchten, aber das Licht entsteht nicht durch einen glühenden Draht in der Lampe, sondern nur durch das Gas, was in der Röhre enthalten ist.

An den beiden Enden der Röhre befinden sich zwei Elektroden, also Metallstifte, an die der Strom angelegt wird. Nun wird durch einen etwas komplizierten Vorgang das Gas im Rohr, das sich ja nun zwischen den beiden elektrischen Polen befindet, zu einem schwachem Leuchten angeregt. Das Licht ist allerdings nicht wirklich schwach, es ist nur für unsere Augen noch unsichtbar. Das ist das, was man Schwarzlicht nennt und was in manchen Diskotheken benutzt wird. Eigentlich ist es aber UV-Licht.
Vielleicht hast du schon mal solches Schwarzlicht gesehen. Das Lustige daran ist, dass man das Licht selbst nicht sehen kann, allerdings leuchten alle weißen Gegenstände in diesem Licht hell auf. Und genau das nutzt man bei der Leuchtstofflampe aus. Auf der Innenseite der Röhre ist eine ganz dünne Schicht eines sogenannten Leuchtstoffes (daher der Name der Lampe) aufgetragen. Dieser fängt im Schwarzlicht an zu leuchten und wandelt sozusagen das unsichtbare Licht des Gases in sichtbares weißes Licht um.

Leuchtstoffröhren haben gegenüber den Glühlampen und auch den Halogenlampen zwei Vorteile:

  1. Sie halten länger.
  2. Sie benötigen weniger Energie für die gleiche Helligkeit.

Allerdings haben sie auch drei Nachteile:
  1. Ihr Licht ist dem Sonnenlicht nicht so ähnlich. Es ist nicht gelb und "gemütlich", sondern eher kalt und bläulich.
  2. Sie flimmern, was für manche Menschen sehr unangenehm ist. Das liegt daran, dass sie so gebaut werden müssen, dass sie ganz schnell aus und an geschalten werden. Das sieht man zwar nicht, aber manche Menschen bekommen Kopfschmerzen, wenn sie lange im Licht der Leuchtstofflampen arbeiten müssen.
  3. Wenn sie einmal verbraucht sind, wenn also der Leuchtstoff ausgeblichen - also unbrauchbar geworden - ist, sind sie schwierig zu entsorgen. Man darf sie nicht einfach in den Müll werfen.

Die Fotos stammen aus dem Katalog der Firma Philips.