Du hast vielleicht schon einmal gesehen, wie ein Elektromagnet
funktioniert. Das ist eine Spule aus Draht, die um einen Eisenkern gewickelt
ist. Wenn nun Strom durch diese Spule fließt, dann wird der Eisenkern
magnetisch. Und du hast sicher auch schon ausprobiert, dass man mit einem
Magneten andere Eisengegenstände magnetisieren kann, wenn man sie
am Magneten vorbeiführt. Genau das passiert im Kassettenrekorder auch.
Auf dem Band der Kassette sind kleine Eisenpartikel,
die vom Tonkopf magnetisiert werden. Und zwar nach dem einfachen Prinzip,
dass das vom Mikrophon hergestellten elektrischen
Signal durch die winzige Spule im Tinkopf geschickt wird, und nun den noch
winzigeren Eisenkern und damit die Partikel auf dem Tonband magnetisiert.
Und zwar so, dass dort, wo ein starkes elektrisches Signal war, auch ein
starker 'magnetischer Fleck' auf dem Band hinterlassen wird. Das heißt,
dort war am Mikrophon hoher Luftdruck.


Das klingt alles ganz einfach, aber wie funktioniert
das mit dem Band?
Das Band selbst (übrigens ganze 135
Meter lang für 90 Minuten!) besteht aus einer dünnen Plastikschicht,
auch die die Partikel aus Eisenoxid sozusagen aufgeklebt sind. Man benutzt
deshalb ein breites Band, weil man so mehrere Spuren speichern kann. Denn
schließlich müssen ja vier Spuren drauf passen (rechts und links
für jede Seite). Für jede Spur muss der Tonkopf natürlich
auch einen Eisenkern und eine seperate Spule enthalten.


Heute sehen Kassetten ungefähr so aus wie diese.

Übrigens funktionieren die Minidisk
und die Floppy-Disk für den Computer ganz genauso, nämlich auch
nach dem beschriebenen magnetischen Aufzeichnungsprinzip. Allerdings sind
hier die Töne oder die Daten hier digital (also in Form von verschlüsselten
Zahlen) festgehalten sind.
Wie das funkioniert, könnt hier
nachlesen. Der große Unterschied zur Kassette ist allerdings, dass
die Disks rund sind, und dass der Lesekopf nicht die ganze Fläche
abfahren muss, um dorthin zu kommen, wo man will, sondern er kann direkt
dort hin gefahren werden.
Selbst die Festplatte im Computer funktioniert
so. Hier sind die Magnetpartikel allerdings nicht auf einer Plastikscheibe,
sondern auf einer mehreren Metallscheiben aufgebracht, aber das ist eine
andere Dingsbums-Geschichte...