Erwin Schrödinger
 

Erwin Schrödinger wurde am 12.August 1887 in Wien geboren und studierte an der dortigen Universität. Er lehrte Physik an den Universitäten von Stuttgart, Breslau, Zürich, Berlin, Oxford und Graz. An der Schule für Theoretische Physik des Institute of Advanced Study in Dublin war er von 1940 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1955 Direktor.|#|

Friedrich Hasenöhrl, ein bekannter Physiker, war sein wichtigster Lehrer und prägte ihn daher auch entscheidend. 1910 promovierte Schrödinger und anschließend wurde er Assistent bei Franz Exner am 2.Physikalischen Institut der Wiener Universität. 1920/21 wirkte er je ein Semester als Dozent in Jena, als Hochschullehrer in Stuttgart und in Breslau. Nach seiner Berufung an die Universität in Zürich (1923) lebte Schrödinger sechs Jahre in der Schweiz, mit der sich der Österreicher heimatlich verbunden fühlte. In dieser Zeit knüpfte er fruchtbare Kontakte zu Peter Debye und vor allem zu Hermann Weyl.|#|

Schrödingers bedeutendster Beitrag zur Physik lag in der Entwicklung der nach ihm benannten Gleichung. Es handelt sich dabei um eine nicht relativistische Bewegungsgleichung für ein quantenmechanisches System. Schrödinger bewies die mathematische Äquivalenz zwischen seiner 1926 veröffentlichten Theorie und der Matrizenmechanik des deutschen Physikers Werner Heisenberg, die dieser im vorhergehenden Jahr entwickelt hatte. Die Theorien der beiden Wissenschaftler bildeten zusammen einen wesentlichen Teil der Grundlagen für die Quantenmechanik. |#|

1927 wurde Schrödinger als Nachfolger Max Plancks nach Berlin gerufen, um an der dort ansässigen Universität zu unterrichten und weiter zu forschen. Als überzeugter Liberaler emigrierte Schrödinger 1933 freiwillig nach Oxford. Drei Jahre später ging er nach Graz, ehe er 1939 nach Dublin auswanderte, wo am "Institute for Advanced Studies" eine neue Anstellung fand.|#|

1933 teilte sich Schrödinger den Nobelpreis für Physik mit dem britischen Physiker Paul Adrien Maurice Dirac für seinen Beitrag zur Entwicklung der Quantenmechanik. Seine Forschungen bereicherten auch das Wissen über Atomspektren, statistische Thermodynamik und Wellenmechanik. Siehe Spektroskopie; Thermodynamik; Wellenbewegung. |#|

Schrödinger veröffentlichte u. a. die Bücher "Abhandlungen zur Wellenmechanik" (1927), "What is Life" (1945) und "Meine Weltansicht" (1961), die z.B. über die "statische Wärmetheorie", die "statische Thermodynamik" und über die Weiterentwicklung der "Einsteinschen Gravitationstheorie" handeln. |#|

1956 kehrte er nach Österreich zurück, wo er noch zwei Jahre an der Universität Wien tätig war. Die letzten Jahre verbrachte er in Alpbach, inmitten der von ihm geliebten Tiroler Berge, ehe er am 4.Januar 1961 starb.|#|